Jobsuche ist so …..

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Zum x-ten male trudeln nun einen Absage ein. Eine Absage von einer Stelle für die ich beruflich sehr wohl qualifiziert gewesen wäre.

So langsam aber sicher werde ich das dumpfe Gefühl nicht los, das es einzig und alleine daran liegt, Mutter von 2 Kinder und Ehefrau eines berufstätigen Mannes zu sein. Natürlich macht mich das zeitlich recht unflexible aber dagegen steht meine gute und qualifizierte Ausbildung, immerhin hab ich diese mit einer 1!!!! abgeschlossen (98 von 100 Punkten) und kann auch einige Jahre Berufserfahrung vorweisen. Ist das denn heute in unserer Gesellschaft nix mehr wert? Ich will mich nicht nur auf mein Hausfrauen und Mutterdasein runter setzen lassen.

Klar bin ich gerne Mama, aber doch Bitte nicht nur, ich bin auch noch Frau und möchte auch noch einen anderen Stellenwert, außer Mama, in der Gesellschaft haben. Ich möchte arbeiten, möchte mein eigenes Geld verdienen, die Haushaltskasse aufbessern (denn sind wir mal ehrlich, ein Geldverdiener im Haus reicht halt nicht)

Und es ist ja nicht so, das ich mich auf Stellen bewerbe die jenseits von meiner Ausbildung liegen. Nein, es sind kaufmännische Stellen, meist sogar im Büro, denn ich weiß durch meine zeitliche unflexibilität ist die Arbeit im Kundenbereich schwer umzusetzen. Es sind Teilzeit stellen, die ich sehr wohl zeitlich sehr gut bestreiten könnte, da die Jungs in der Zeit im KiGa und bald in der Schule gut untergebracht sind. Doch dann kommts, die Absagen wie diese hier „…die unseren Wünschen und Anforderungen noch näher kommen“. Da soll ich mich persönlich nicht in meinen Qualifikationen runter gesetzt fühlen? Oder bei Bewerbungen in denen ich persönlich meine Unterlagen vorbei bringe: „Nun, ja schon Aushilfe, aber doch bitte flexible und außerdem brauchen wir sie 45 Std. in der Woche“ Hallo, wo bitte ist das denn dann noch eine Aushilfe? Das ist eine Vollzeitstelle

Im Einzelhandel ist es sogar noch schlimmer, denn da wird „Schichtbereitschaft“ verlangt, also fällt das schon mal gänzlich für mich weg.

Minijbasis oder auch gerne 450€-Jobs genannt, im Sonnenstudio, Kiosk und Tedi, KIK und co. Nein, die wollen mich auch nicht, denn die wollen auch jemand der auf Abruf zu Hause sitzt und dann stundenweise arbeiten kommt.

Tja und dann wären dann noch die von denen ich nie im Leben wieder was höre, so das ich froh bin den Weg der Email-Bewerbung gegangen zu sein und somit zumindest nicht unnötig Geld für Unterlagen ausgegeben habe.

Jetzt kommt wahrscheinlich der ein oder andere her und sagt „Wer einen Job will, der findet auch einen“. Ja, irgendwie stimmt das auch. Jetzt kommt MEIN aber. Ich persönlich will keine Stelle als Putzfrau in einem Privathaushalt, denn die „Arbeit“ hab ich hier zu Hause schon und um das Geld zu verdienen was ich durch eine Teilzeitstelle bekommen würde, bräuchte ich 3 oder 4 von den Putzstellen.

Im letzten Jahr habe ich vom AA freiwillig eine Maßnahme mit gemacht in der es darum ging Alleinerziehende wieder in Arbeit zu bekommen. Nein, ich bin nicht alleinerziehend, aber mit einem Mann der mit seiner Lok quer durch Deutschland unterwegs und oft Tagelang nicht zu Hause ist, bin ich das doch irgendwie. Denn wir können uns nicht die Arbeit mit den Kindern teilen bzw kann ich auf ihn nicht zurück greifen. Bei jeder Absage die ich wärend der Zeit bekommen habe wurde mir immer wieder gesagt „Das liegt nicht an Ihnen Frau Ungerechts oder das sie nicht qualifiziert wären. Sie müssen bedenken das sich auf einen Job mehrere wenn icht sogar hunderte Menschen bewerben.“ Ja das mag stimmen, wird sogar so sein, trotzdem ist das nicht wirklich fördelich für`s Ego.

Mein lieber GöGa versucht es sogar mit der Taktik „Schatz, du bist überqualifizert und kostest den Arbeitgeber zu viel.“ Ja ne is klar. damit fühl ich mich auch nicht besser, auch wenn es lieb gemeint ist.

Ich fühle mich unterqualifiziert und nichts wert. Bin genervt und gefrustet gleichzeitig. Teilweise falle ich in eine Letagie in der mir alles egal ist und dann wieder die Tage wo ich hochmotiviert bin. Das ist ein auf und ab von Gefühlen die echt ätzend sind.

Sorry, aber das musste ich mir jetzt einfach mal der Seele schreiben.

*Achtung Ironie* Und jetzt gehe ich los und und bewerbe mich auf eine Metzgermeisterstelle. Die sollte doch zu kriegen sein, wenn ungelernte Kräfte oder Kunststudenten auf Stellen sitzen die meine hätten sein können 3-)

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4 Kommentare zu “Jobsuche ist so …..

  1. Den Spruch habe ich ja gefressen: Wer Arbeit will, findet auch welche. Als Frau hat man echt oft das Nachsehen. Bei vielen Arbeitgebern, hat man nur Chancen, wenn man ganz jung ist. Sprich Anfang bis Ende 20. Aber sobald du Mutter bist, bist du für viele Arbeitgeber sowieso zu unflexibel. Wenn die Kinder dann aus dem gröbsten raus sind, bist du oft schon wieder zu alt, für einen jungen, dynamischen Arbeitgeber. Dabei weiß ich gar nicht, warum dich jemand nicht einstellen sollte!!! Die Absagen darfst du dir nicht zu Herzen nehmen, dass sind Standardtexte, die alle Bewerber bekommen. Da kann man froh sein, wenn der Arbeitgeber noch einen netten vorgefertigten Text gewählt hat. Halt die Ohren steif, deine Stelle kommt noch. 🙂

  2. Hey Jenny,

    ich kann dich soooo gut verstehen. Zum Glück hab ich mittlerweile einen Job, aber diesen zu bekommen hat mich damals über 100 Bewerbungen gekostet. Dazu kam noch, ich hatte keine Kinder.

    Es tut mir sehr leid für dich, dass das alles bei dir nicht klappt. Ich würde ja sagen „Kopf hoch, das wird schon“, aber ich denke davon hast du auch schon das eine oder andere gehört. Ich drück dich mal ganz feste und auch die Daumen und hoffe ganz stark für dich. Du hast schon Recht damit, dass einer alleine als Geldverdiener nicht mehr ausreicht.

    Lg Mel

  3. Zu Peggys Kommentar: Auch als junge Frau ist es nicht immer leicht, etwas zu finden, weil dann vermutet wird, dass man ja noch schwanger werden könnte.
    Aushilfe, flexibel und 45 Stunden in der Woche? Oh man, das ist genauso lachhaft wie diverse Praktikumsbeschreibungen in der Buchbranche, wo man was weiß ich für Anforderungen erfüllen soll und dann noch gar kein oder kaum Geld dafür bekommt. Durch mein Studium beschäftige ich mich derzeit mit dem anonymisierten Bewerbungsverfahren und werde durch solche Berichte eigentlich nur darin bestärkt, dass ich gerne so ein Verfahren vermehrt in der Praxis möchte. Dann gibts nämlich keine Infos mehr zu Alter oder Kinder und dann kann niemand mehr sagen, zeitlich unflexibel und anderes (Ich hoffe, dass ich es neben meinen Hausarbeiten schaffe, einen Beitrag über das Verfahren zu schreiben).

    • Stimmt, auch als junge Frau kann man echt Pech haben. Als wir damals noch Dortmund gezogen sind habe ich mich in einer Filliale des Unternehmens beworben in dem ich meine Ausbildung gemacht habe. Das einzige was der von mir wissen wollte war ob ich einen freund habe, den heiraten werde und vor habe Kinder zu kriegen. Ohne zu Antworten bin ich aufgestanden und gegangen.
      Nun zeitlich unflexibel bin ich ja schon, das kann der Arbeitgeber ja im Prinzip auch gerne wissen, da ich mich ja tatsächlich nur auf Stellen bewerbe die damit kein Problem haben sollten.
      Würde mich freuen wenn du es schaffst, denn ich würde das echt gerne lesen.

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