Kreatives Chaos

Eigentlich bin ich kein chaotischer Mensch. Das ändert sich, so bald es ums kreativ sein geht, da herrscht bei mir das reinste Chaos, sowohl im Kopf als auch im Zimmer. Gut dass das Zimmer im Keller ist und wenn die Tür zu ist man nichts mehr davon sieht. Und ab und an krieg ich ja dann doch den rappel und räum alles richtig schön ordentlich an Platz und Stelle bis zur nächsten Spontanidee.

Das Chaos im Kopf lässt sich leider nicht so einfach aufräumen. Wobei, doch bestimmt schon, aber wenn ich im Internet und gerade bei Pinterest unterwegs bin, dann sehe ich so viele tolle Anleitungen, Ideen oder manchmal nur Anregungen die ich am liebsten alle gleichzeigt und jetzt sofort umsetzen möchte und da beginnt mein Problem. Das geht natürlich nicht und dann häng ich da. Womit fange ich an? Er nähen, dann malen, oder doch erst upercyclen? Und weil ich mich nicht entscheiden kann fange ich entweder gefühlte 100 Sachen gleichzeitig an oder ich fange erst gar nicht an und ärgere mich über mich selber das ich nicht produktiv war.

Kennt ihr das auch?

Na ja, zum Glück geht es hier ja einigermaßen voran. Das neue Blogdesign gefällt mir richtig gut, das Logo wird zwar noch ein bisschen abgeändert, es muss ja auch Labeltauglich sein, hier und da noch ein bisschen rum basteln aber alles im allen schon so wie ich mir das vorgestellt hatte. Den Shop zu integrieren ist wohl das einzige was noch etwas Zeit in Anspruch nimmt, aber auch das wird.

Und wie gefällt es euch? Bitte nur positives :-p

Für heute verabschiede ich mich dann mal wieder und gucke ob mich die Kreativität heute noch in den Hintern tritt 😀

Neues Jahr …..

………neue Ziele, neue Pläne, Wünsche und Träume.

Neue Vorsätze? Nein, nicht wirklich denn die werden doch eh schon an den ersten Tagen wieder über den Haufen geschmissen 😀

Trotzdem werde ich versuchen einige Dinge im neuen Jahr zu ändern, zumindest den Teil den ich beeinflussen kann.

Was genau das bedeutet?

Zum einen wird sich hier der Blog ändern, nicht drastisch, denn es gibt schon genug reine Bücher, DIY und Nähblogs. Ich bleibt soweit genau so BUNT wie ihr es bis jetzt gewohnt wart, aber eben etwas anders. Vielleicht ein bisschen aktiver, ich versuch es zumindest. Das Design wird sich ein bisschen ändern, die Kategorien eben so. Blogbeiträge werdet ihr auch dann auf Facebook auf meiner Seite finden. Ihr kennt sie noch nicht? Hier geht’s lang.

Es wird Freebooks zum nähen von mir persönlich geben, es wird käufliche E-books von mir geben und hier drüber könnt ihr dann auch meine Nähschätze erwerben.

Zum anderen Veränderungen bei mir privat. Ich will versuchen besser auf mich zu achten, auf meinen Körper und auf mein Seelenwohl. Als ich 30 wurde, hatte ich mir mal einen 5 Jahresplan aufgestellt und ganz ehrlich, viel davon konnte ich bis jetzt noch nicht abhacken und so langsam gehen mir die Jahre aus, genau genommen hab ich nur noch dieses, aber das wird wohl nicht reichen. Aber egal wir halt um 5 Jahre verlängert. 😉 Ansonsten wird es wohl der alltägliche Wahnsinn bleiben der es schon immer war. Und ab und an lass ich euch auch daran teil haben.

Also nicht wundern, sondern nur staunen, wenn sich hier und das was tut, Sachen verschwinden und Neues auftaucht. 😀

Bis dahin wünsche ich euch ein tolles neues Jahr, das alles für euch bereit hält was ihr euch wünscht und wenn nicht das sich andere Türen öffnen und Wege finden die doch noch dahin führen.

2014 im Rückblick

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2014 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2014 etwa 11.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 4 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Hotel Mama bleibt heute geschlossen

….. so lautet die Überschrift in einem Artikel in der regionalen Sonntagszeitung.

Da wird sich darüber beschwert das der Muttertag zu kommerzielle ist, das Mütter einen 24H/7D „Job“ haben und ihnen nicht nur einen diesem einen „besonderen“ Tag die Aufmerksamkeit gelten sollte.

Ja, irgendwo haben sie ja Recht. Ich bin nicht nur heute Mama, sondern das ganze Jahr über. Aber wenn wir mal ehrlich sind, welcher Tag ist denn in der heutigen Zeit nicht überkommerzallisiert? Gucken wir mal auf Ostern, ist hier noch jedem bekannt das es eigentlich um die Auferstehung Jesus geht und nicht um einen kleinen Hase der Eier und Süßigkeiten im Garten verteilt? Dann haben wir Weihnachten, da wird eigentlich die Geburt Jesus gefeiert. Nein, hier wird ein kleiner dicker Mann, mit weißem Bart und roten Mantel zelebriert, der mit einer Flasche brauner Brause durchs Land fährt. Oder was ist denn mit Valentinstag, der Tag der Verliebten? Wer frisch verliebt ist, „feiert“ jeden Tag seine neue Liebe, hier soll einfach nur der Einzelhandel in Schwung gebracht werden. Und dann hätten wir da noch den Vatertag, eigentlich Christi Himmelfahrt, der häufig von NICHT-Vätern gefeiert, weil sie einen „offiziellen“ Tag bekommen an denen sie sich sinnfrei besaufen können, denn richtige Väter verbringen diesen Tag mit der Familie und den Kindern. Wenn wir weitersuchen, finden wir bestimmt noch so einige andere Tage bei denen es genauso ist.

Seit Tagen wird in den sozialen Netzwerken über Muttertag geschimpft, das ihn keiner braucht. Und was sehe ich heute auf dieser Plattform, genau, jeder zweite postet ein Bildchen mit Glückwünschen oder schreibt sie einfach so dahin. Doppelmoral?? Ich denke schon.

Ich finde Muttertag TOLL!!! und freue mich jedes mal darauf, aber wer meine Jungs hätte der würde sich auf den Tag heute auch freuen. Seit Tagen sind die beiden fast genauso aufgeregt wie zu Weihnachten, sie haben im KiGa gebastelt und löchern mich seit Montag fast stündlich, wann denn endlich Muttertag ist, damit sie mir das Geschenk geben können und die Geheimnisskrämerei ein Ende für sie hat. Nun sind sie aber leider seit Donnerstag krank zu Hause und konnten so ihr Geschenk für mich nicht zu Ende basteln, geschweigeden mit nach Hause bringen. Die Enttäuschung der beiden war echt groß. Zur Entschädigung habe ich für uns alle gestern noch schnell einen Erdbeerkuchen gemacht der laut Thijs „Nur für Muttertag ist“. Ich genieße es, solange meine Jungs noch bereit sind mit solch einer Begeiterung MEINEN TAG zu feiern, denn sie werden größer, die Liebesbekennungen, zumindest die öffentlichen werden weniger, auch wenn sie mich deswegen nicht weniger lieben. Ich gönne es mir und meinen Jungs, weil ich gerne Mama bin und meine Kinder lieben und sie mich lieben weil ICH ihre Mama bin.

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(Geschenk vom letzen Jahr)

In diesem Sinne, wünsche ich allen Mama’s heute einen schönen Muttertag :-*

Ich, die Fußballmama

Tja, eigentlich wollte ich ja nie eine werden, also nicht Mama, sondern eine Fußballmama.

Warum eigentlich nicht?

Irgendwann kam mein Schwiegervater um die Ecke und meinte „Der Junge MUSS unbedingt Fußball spielen und auch nur im Verein xy“. Da gingen bei mir die Nackenhaare in alles sämtliche Richtungen und die Löwenmutter war geweckt „Nix, der spielt kein Fußball. Wenn er das unbedingt möchte, ok. Aber wenn nicht dann muss er auch nicht. Er kann auch Baseball, Basketball, Football, Karate, Judo und von mir aus auch Kunstturnen machen, solange es das ist was er will und im Spaß macht.“

Nun, jetzt spielt er Fußball, ganz freiwillig und es macht ihm auch mehr oder weniger Spaß. Weniger, weil er der Tor“wächter“ (so sagt er das immer) ist, aber eigentlich lieber mit auf dem Feld läufen möchte. Und so sehr ich meinen Sohn auch liebe, so ganz gut ist er im Tor auch nicht, denn man merkt ihm an das er daran kein Spaß hat und sich auch nicht auf seine Aufgabe konzentriert. Allerdings sag ich ihm das nicht so direkt. Ist das falsch? Ich glaub schon, denn eigentlich weiß ich das ich nicht immer alles negative von ihm fern halten sollte, aber er ist doch mein kleiner Junge. Natürlich versuche ich ihn auf zu bauen und sage ihm „Das ist nicht schlimm“, „Das machst du ganz super“ denn über positiven Zuspruch geht das ganze einfach besser, allerdings sage ich ihm auch „Hampel nicht rum“, „Konzentrier dich besser“, mir würde aber nie einfallen, schreiend am Rand zu stehen und rumzuteufeln, so wie ich das jetzt schon des öfteren, sowohl von Trainern als auch von den überergeizigen Eltern gesehen und gehört habe. Wir stehen auch da, rufen den Kindern zu, aber alles motivierend.

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Das was ich heute allerdings erlebt habe, schlägt für mich dem Fass den Boden aus. Thijs bekommt 2 Tore innerhalb von Sekunden nicht gehalten und der Trainer der gegnerischen Mannschaft geht auf die Knie und lacht sich aus vollem Herzen kaputt. Da seh ich ja rot, KEINER und erst recht kein Erwachsener, der es besser wissen müßte, das es sich dabei nur um ein Spiel und Kinder im Alter von 5-7 Jahren handelt, lacht MEIN Kind aus. Dementsprechend pampig habe ich ihn gefragt ob er das jetzt gut fand mein Kind aus zu lachen. Seine Antwort darauf, er hätte sich gefreut das sein jüngster Spieler ein Tor geschossen hätte. Nein, das war definitiv kein Freude-Lachen. Aber ich geb auch zu das ich da vielleicht ein klitze kleines bisschen zu viel rein interpretiert habe.

Allerdings zieht das für mich jetzt auch einige Konsequenzen nach sich.

1. Bei Spielen werde ich weit ab stehen, nur beobachten und in den Pausen meinen Sohn motivieren und aufbauen und mich dann vom Feld wieder weit entfernen.

2. Guck ich mir genau an, ob das nun wirklich nicht „sein Ding“ ist im Tor zu stehen und werde demensprechend mit den Trainern reden und ein „Das ist jetzt so und das bleibt so“ lass ich dann nicht einfach so stehen.

Aber es kommen auch Fragen auf:

1. Muss ich ergeiziger mit ihm werden? Klar habe ich ein gewisses Maß an Erwartungen an meine Kinder, aber ich setze, denke ich, die Prioritäten anders. Fußball, gerade in dem Alter ist für mich einfach ein Spiel bei dem sie Spaß haben sollen, nicht mehr und nicht weniger.

2. Müßte ich außerhalb seines Trainings mit ihm üben? Und bin ich überhaupt die geeignete Person dazu?

3. Muss ich meinen Garten jetzt in ein Fußballfeld umgestalten damit er mehr trainieren kann?

Alles Konsequenzen und Fragen, die ich vermeiden wollte, weil ich nie eine Fußballmama werden wollte, aber aus Liebe zu meinem Sohn doch geworden bin. Und der Zwerg will nun natürlich auch nach ziehen. Ich werde mich fühgen.

Jobsuche ist so …..

…..

Zum x-ten male trudeln nun einen Absage ein. Eine Absage von einer Stelle für die ich beruflich sehr wohl qualifiziert gewesen wäre.

So langsam aber sicher werde ich das dumpfe Gefühl nicht los, das es einzig und alleine daran liegt, Mutter von 2 Kinder und Ehefrau eines berufstätigen Mannes zu sein. Natürlich macht mich das zeitlich recht unflexible aber dagegen steht meine gute und qualifizierte Ausbildung, immerhin hab ich diese mit einer 1!!!! abgeschlossen (98 von 100 Punkten) und kann auch einige Jahre Berufserfahrung vorweisen. Ist das denn heute in unserer Gesellschaft nix mehr wert? Ich will mich nicht nur auf mein Hausfrauen und Mutterdasein runter setzen lassen.

Klar bin ich gerne Mama, aber doch Bitte nicht nur, ich bin auch noch Frau und möchte auch noch einen anderen Stellenwert, außer Mama, in der Gesellschaft haben. Ich möchte arbeiten, möchte mein eigenes Geld verdienen, die Haushaltskasse aufbessern (denn sind wir mal ehrlich, ein Geldverdiener im Haus reicht halt nicht)

Und es ist ja nicht so, das ich mich auf Stellen bewerbe die jenseits von meiner Ausbildung liegen. Nein, es sind kaufmännische Stellen, meist sogar im Büro, denn ich weiß durch meine zeitliche unflexibilität ist die Arbeit im Kundenbereich schwer umzusetzen. Es sind Teilzeit stellen, die ich sehr wohl zeitlich sehr gut bestreiten könnte, da die Jungs in der Zeit im KiGa und bald in der Schule gut untergebracht sind. Doch dann kommts, die Absagen wie diese hier „…die unseren Wünschen und Anforderungen noch näher kommen“. Da soll ich mich persönlich nicht in meinen Qualifikationen runter gesetzt fühlen? Oder bei Bewerbungen in denen ich persönlich meine Unterlagen vorbei bringe: „Nun, ja schon Aushilfe, aber doch bitte flexible und außerdem brauchen wir sie 45 Std. in der Woche“ Hallo, wo bitte ist das denn dann noch eine Aushilfe? Das ist eine Vollzeitstelle

Im Einzelhandel ist es sogar noch schlimmer, denn da wird „Schichtbereitschaft“ verlangt, also fällt das schon mal gänzlich für mich weg.

Minijbasis oder auch gerne 450€-Jobs genannt, im Sonnenstudio, Kiosk und Tedi, KIK und co. Nein, die wollen mich auch nicht, denn die wollen auch jemand der auf Abruf zu Hause sitzt und dann stundenweise arbeiten kommt.

Tja und dann wären dann noch die von denen ich nie im Leben wieder was höre, so das ich froh bin den Weg der Email-Bewerbung gegangen zu sein und somit zumindest nicht unnötig Geld für Unterlagen ausgegeben habe.

Jetzt kommt wahrscheinlich der ein oder andere her und sagt „Wer einen Job will, der findet auch einen“. Ja, irgendwie stimmt das auch. Jetzt kommt MEIN aber. Ich persönlich will keine Stelle als Putzfrau in einem Privathaushalt, denn die „Arbeit“ hab ich hier zu Hause schon und um das Geld zu verdienen was ich durch eine Teilzeitstelle bekommen würde, bräuchte ich 3 oder 4 von den Putzstellen.

Im letzten Jahr habe ich vom AA freiwillig eine Maßnahme mit gemacht in der es darum ging Alleinerziehende wieder in Arbeit zu bekommen. Nein, ich bin nicht alleinerziehend, aber mit einem Mann der mit seiner Lok quer durch Deutschland unterwegs und oft Tagelang nicht zu Hause ist, bin ich das doch irgendwie. Denn wir können uns nicht die Arbeit mit den Kindern teilen bzw kann ich auf ihn nicht zurück greifen. Bei jeder Absage die ich wärend der Zeit bekommen habe wurde mir immer wieder gesagt „Das liegt nicht an Ihnen Frau Ungerechts oder das sie nicht qualifiziert wären. Sie müssen bedenken das sich auf einen Job mehrere wenn icht sogar hunderte Menschen bewerben.“ Ja das mag stimmen, wird sogar so sein, trotzdem ist das nicht wirklich fördelich für`s Ego.

Mein lieber GöGa versucht es sogar mit der Taktik „Schatz, du bist überqualifizert und kostest den Arbeitgeber zu viel.“ Ja ne is klar. damit fühl ich mich auch nicht besser, auch wenn es lieb gemeint ist.

Ich fühle mich unterqualifiziert und nichts wert. Bin genervt und gefrustet gleichzeitig. Teilweise falle ich in eine Letagie in der mir alles egal ist und dann wieder die Tage wo ich hochmotiviert bin. Das ist ein auf und ab von Gefühlen die echt ätzend sind.

Sorry, aber das musste ich mir jetzt einfach mal der Seele schreiben.

*Achtung Ironie* Und jetzt gehe ich los und und bewerbe mich auf eine Metzgermeisterstelle. Die sollte doch zu kriegen sein, wenn ungelernte Kräfte oder Kunststudenten auf Stellen sitzen die meine hätten sein können 3-)